Reich, doch mit Tugend

Menschen aus alter Zeit sagten: Geld, Ding im Äußeren. Jeder davon weiß, jeder danach trachtet. Der Starke seine Begierden zu stillen, die Schöne für Glanz und Glamour, der Alte seiner Vorsorge wegen, der Wissende für Ruhm und Glitter, der Beamte seiner Pflicht wegen und, und, und. Daher das Trachten.

Für dieses streiten die Schlimmeren, der Stärkere Gefahren wagt, der Hocherregte Gewalttaten begeht, Neidische platzen vor Zorn. Das Volk zu bereichern, der Weg des Herrschers. Geld anbeten, unedles Tun. Reich, doch ohne Tugend, schadet allen Wesen; reich, doch mit Tugend, alle erhoffen. Daher der Reiche keinesfalls Tugend nicht fördern.

Tugend, gesammelt in Vorleben. Herrscher, hohe Beamte, Reiche, Würdenträger – alle aus Tugend entstanden. Keine Tugend, kein Gewinn; Tugend verloren, alles zerfließt und schwindet. Daher nach Macht und Reichtum Trachtende – Tugend sammeln zuvor. Leid ertragen, Wohltaten üben – viel Tugend gesammelt. Die schicksalhaften Wirkungen müssen erkannt sein. Dies erkannt, das Herz der Regenten und des Volkes sich selbst beherrscht. Reich unter dem Himmel, friedvoll.

Li Hongzhi
27. Januar 1995